Dresdner Debatte
Stadt und Bürger im Dialog
In Dresden gibt es immer wieder kontroverse Diskussionen zur städtebaulichen und architektonischen Gestaltung der Stadt. Die bisher geführten Pro-Contra-Auseinandersetzungen wurden den komplexen Problemlagen selten gerecht und lieferten anstelle von Lösungsansätzen eher eine Verschärfung konträrer Positionen.
An dieser Stelle setzt die Dresdner Debatte an – als langfristig angelegter öffentlicher Austausch zwischen Politik, Planung und Bevölkerung zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung. Mit dem Partner zebralog, Pioniere der E-Democracy, hat sbca diese neue Form des offenen Dialogs entwickelt. Dabei konnten wir unsere gemeinsamen Erfahrungen mit Bürgerpartizipation in Berlin weiterentwickeln.
Die Dresdner Debatte hat zwei zentrale Instrumente: einen moderierten Online-Dialog und die Vor-Ort-Kommunikation in einer Info-Box, die immer zum Ort des aktuellen Themas wandert. Den Auftakt bildete das Thema Neumarkt, identitätsstiftender Mittelpunkt der Stadt. Vom 8. Juni bis zum 8. Juli 2010 konnten alle Interessierten online ihre Ideen zur Nutzung des Neumarkts vorstellen. In der Info-Box informierten Vertreter des Stadtplanungsamtes zeitgleich über den Online-Dialog und nahmen Anregungen entgegen. In einer Abschlussveranstaltung am 4. Oktober 2010 werden die Ergebnisse des Verfahrens, die in die Erarbeitung von Ausschreibungen und Bebauungsplänen einfließen, vorgestellt.
Zukünftig wird sich die Dresdner Debatte weiterer relevanter Projekte annehmen. Das Format lässt sich auch in anderen Städten auf Aufgaben der Stadtentwicklung und Mitgestaltung politischer Prozesse übertragen.
Leistungen: Konzept, Titel und Realisation, Kommunikationskonzept, Texte, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Partner- und Multiplikatorenbetreuung, Gestaltung und Erstellung von Plakat und Flyer, Veranstaltungskonzeption und –organisation
Partner: Zebralog // Team: Kascha Lemke (Projektleitung), Mathias Paul / Grafik: Sandstein Kommunikation (Dresden)
Abbildungen: sbca, Sandstein Kommunikation